Naturschutzstation

Ca. 500 Meter von den Gästehäusern St. Marienthal entfernt liegt die Naturschutzstation Neißetal. Hier werden seit 1997 umfangreiche Umweltbildungs- und Naturschutzmaßnahmen durchgeführt.

Zur Naturschutzstation gehören

  • die Klosterimkerei mit einer kleinen Dauerausstellung zur Geschichte der Imkerei und deren Bedeutung für den Naturschutz. Den Klosterhonig, das „Marienthaler Leckermäulchen“, gibt es am Gästeempfang zu kaufen,
  • eine große Streuobstwiese mit ca. 30 sehr alten Kirschbäumen und 100 in den letzten Jahren angepflanzten Obstbäumen. Dabei wird auf den Erhalt historischer, sächsischer Obstsorten geachtet. Besonders seltene Sorten (Rote Liste), die bislang an keiner oder kaum einer anderen Stelle Sachsens stehen, werden auf dieser Streuobstwiese erhalten. Auch gibt es auf der Streuobstwiese eine große, neu angelegte Blühwiese zu bewundern,
  • zahlreiche kleineren Biotopen mit Trockensteinmauern, Totholzhaufen, Benjeshecken, Lesesteinhaufen,
  • Grillplatz mit Lehmbackofen.

Das IBZ St. Marienthal betreibt nicht nur an diesem Standort praktischen Naturschutz, sondern pflegt auch weitere 5 ha Streuobstwiesen, eine Orchideenwiese und weitere besondere Biotope. Diese Arbeit wird aus Stiftungsmitteln des IBZ finanziert, erfährt aber auch eine Förderung über das Landesprogramm „Naturschutzstationen in Sachsen“.

Walderlebnispfad

Quer durch den Klosterforst von St. Marienthal führt der 2,1 Kilometer lange Walderlebnispfad. Start- und Zielpunkt für diesen Rundweg ist der Klosterhof. Inmitten einer reizvollen Landschaft gibt es 21 verschiedene Erlebnis- und Informationsstationen für Groß und Klein zu erleben.

Das Besondere an diesem Weg ist unter anderem, dass der Pfad nicht nur von Erlebnisstation zu Erlebnisstation lockt, sondern, dass man auch dazu angehalten wird, den Wald an sich genauer wahrzunehmen. Dazu leiten u.a. mehrere „Blickrahmen“ am Wegesrand an, die z.B. auf eine tote, aufrechtstehende Buche schauen lassen, um den Wert von Totholz hervor zu heben oder auf ein schmales Tal, in dem Feuersalamander leben.

Weitere Stationen des Walderlebnispfades sind:

  • das Holzxylophon, auf dem man bis zu dreistimmige Melodien spielen kann
  • ein Bodenprofil
  • ein Baumstammpuzzle, bei dem man eine Baumscheibe wieder zusammen puzzeln kann
  • zwei aufgesägte Bäume, an denen man erkennen kann, was sie schon alles erlebt haben
  • ein Baumartenmemory, bei dem man Zweig und Frucht kombinieren muss
  • ein Stamm zum Hangeln und einer zum Balancieren
  • Tische, auf denen man mit Naturmaterialen kreativ werden kann.